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Erstberatung zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Es ist für jeden von uns eine Überwindung darüber nachzudenken, was passiert, wenn wir schwer erkranken oder einen Unfall haben sollten.

Ein Schlaganfall oder ein unfallbedingtes Schädel-Hirn-Trauma ist ein schwerer Schicksalsschlag, der jeden von uns jederzeit treffen kann. Wir möchten Ihnen dabei helfen, für einen solchen Unglücksfall Vorsorge zu treffen. Vorsorge - im wahrsten Sinne des Wortes:

Die Möglichkeit der Errichtung einer Patientenverfügung, mit welcher bestimmte medizinische Behandlungen im Vorhin abgelehnt werden können, dies für den Fall, dass man sich später nicht mehr mitteilen kann, ist in der Bevölkerung schon weithin bekannt. Die Möglichkeit der Errichtung einer Vorsorgevollmacht kennen dagegen die wenigsten:

Der Sinn einer Vorsorgevollmacht liegt darin, eine Person des eigenen Vertrauens zu bestimmen, welche für einen tätig werden soll, wenn man selbst diese Entscheidungen nicht mehr selbst treffen bzw. mitteilen kann. Ziel der Vorsorgevollmacht ist es, die Bestellung eines Sachwalters entbehrlich zu machen. Gem. § 268 Abs. 2 ABGB ist die Bestellung eines Sachwalters nunmehr ausdrücklich unzulässig, soweit "...durch eine Vollmacht, besonders eine Vorsorgevollmacht ... im erforderlichen Ausmaß vorgesorgt ist".

Mit einer Vorsorgevollmacht übertrage ich die Entscheidungen in verschiedenen (auswählbaren) Lebensbereichen einer oder mehreren bestimmten Personen, ohne dass das Gericht hierfür einen Sachwalter bestimmten muss. Die Vorsorgevollmacht ist jederzeit widerrufbar und tritt nur in Kraft, wenn der so genannte Vorsorgefall eingetreten ist, das heißt, wenn man selbst nicht mehr entscheidungsfähig oder äußerungsfähig ist (z.B.: Koma, Schlaganfall etc.).  Häufig werden die eigenen Kinder, der Ehegatte oder enge Freunde als Bevollmächtigte bestellt. Es ist auch möglich, mehrere Personen als Bevollmächtigte zu beauftragen (Ersatz-/ Kontrollbevollmächtigter) bzw. verschiedene Agenden (z.B. Bankgeschäfte oder Entscheidungen über medizinische Maßnahmen) verschiedenen Personen zu übertragen. Die Vorsorgevollmacht ermöglicht in so einem Fall weiterhin ein selbstbestimmtes Leben.

Um die Vorsorgevollmacht  rechtswirksam errichten zu können, müssen jedoch verschiedene Punkte beachtet werden. So hat der Vollmachtgeber (jener, der die Vorsorgevollmacht für sich errichtet), bei Abschluss der Vorsorgevollmacht jedenfalls noch geschäftsfähig, der Bevollmächtigte (jener, der für den Vollmachtgeber im Fall tätig werden soll) zumindest 18 Jahre alt und geschäftsfähig zu sein (gem. § 1018 ABGB). 

Wird seitens des Vollmachtgebers etwa gewünscht, dass der Bevollmächtigte auch Zustimmung zu medizinischen Behandlungen erteilen darf, die gewöhnlich mit einer schweren oder nachhaltigen Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit oder Persönlichkeit verbunden sind (z.B. Ernährung mittels Magensonde, operativer Eingriff oder Chemotherapie), dies immer unter der Voraussetzung, dass der Vollmachtgeber nicht mehr selbst entscheidungs-/ äußerungsfähig ist, hat die Vorsorgevollmacht unter anderem vor Rechtsanwalt, Notar oder Gericht errichtet zu werden.

Sollten Sie zu diesem Thema nähere Auskünfte wünschen, vereinbaren Sie einen Termin mit RAA Mag. Barbara Stibernitz.

Bei uns wird vorsorgende Rechtsberatung groß geschrieben. Sie haben so den Vorteil, sich schon vorab über rechtlich schwierige Themen informieren zu können. Wir bieten ein diesbezügliches Beratungspaket zu einem Pauschalhonorar von EUR 120,00 (inklusive Umsatzsteuer, zuzüglich eventuell anfallender Barauslagen, wie z.B. Kopien, etc.) an, limitiert mit einer Stunde Zeitaufwand.

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